Taiwan – once again.

Oktober 12, 2009

Noch 24 Stunden…

Einsortiert unter: Erdbeben, Essen, Kenting, Sightseeing, Surfen, Taipei — giraffe @ 4:37 pm

…und dann sitzen wir wieder im Flugzeug. Ein bisschen wehmuetig sind wir schon, auch wenn es vieles gibt, auf das wir uns in Deutschland freuen, wird es doch auch vieles geben, was wir aus Taiwan vermissen werden.

Vorgestern sind wir wie geplant in unser sehr stylisches Uebergangsquartier gezogen, und dann direkt wieder an den Strand verschwunden, dieses Mal allerdings mit langen Hosen und hellen langaermeligen Hemden – Sonnenbrand laesst gruessen. Da Nationalfeiertag war, war der Strand extrem ueberfuellt mit Jugendlichen. Henrik hatte sich fuer den halben Tag ein Bodyboard geliehen, und hatte eine Menge Spass, waehrend ich endlich mal einen Nachmittag nur mit Lesen verbringen konnte.

Am Sonntag mittag ging es dann mit dem Expressbus zurueck nach Kaohsiung, von da aus haben wir dann spontan den HSR (taiwanische ICE-Version) genommen, da wir damit nach eineinhalb Stunden und nicht wie mit dem normalen Zug nach fuenf bis sechs Stunden in Taipei sein konnten. Abends haben wir uns dann nochmal mit John und Ming-Jer zum Essen getroffen und haben dann noch Ximen unsicher gemacht – ein riesiger Shopping-Distrikt. Der oertliche Scherenschnittmeister hat von mir dann noch kostenlos einen Scherenschnitt angefertigt – dadurch hatte er ploetzlich natuerlich unglaublich viel Laufkundschaft – sehr geschaeftstuechtig der gute Mann – aber lustig war es allemal.

Heute frueh standen wir direkt vor Ladenoeffnungszeit vor dem Shinkong Mitsukoshi – das ist sowas wie ein japanischer Karstadt, nur krasser. Da standen dann zwei Damen in einem netten Outfit vor der Tuer und verkuendeten im Chor, dass das Geschaeft erst in 5 Minuten oeffnen wuerde – danke fuer Ihre Geduld, usw. etc. Und kaum wurden die Tueren geoeffnet standen an jeder Rolltreppe und jeder Ecke drei oder vier Mitarbeiter in Reihe, verbeugten sich synchron und riefen “Herzlich willkommen!”. Sehr, sehr abgefahren. Zum Glueck hielt das nur die ersten 5 Minuten an, danach war der Spuk vorbei und man konnte ein bisschen unbeobachteter und weniger anverbeugt einkaufen.

Und dann haben wir es tatsaechlich getan – die ersten zwei Stunden des Urlaubs getrennt verbracht – wie kann es anders sein: Henrik in der Kamerastrasse und ich in der Buecherstrasse. Danach sind wir dann doch nochmal nach Ximen gelaufen um uns die Unmenge an Laeden, Krimskrams, Kitsch und Kram anzutun. Das reinste Shoppingparadies… Der Fund des Tages: Sehr interessante T-Shirts – das ist der nette Ausdruck – was wir uns wirklich gedacht haben war: “What the fuck???”

Zum Abendessen sind wir dann auf den Shilin-Nachtmarkt gefahren und haben uns ein letztes Mal durchgesnackt und lustige Sachen, die man kaufen kann, aber definitiv nicht braucht, angeschaut. Morgen dann ein letztes Mal durch Taipei streifen und abends dann Sushi einpacken und zum Flughafen fahren. Ein letztes Mal in Taiwan aufwachen. Ein letztes Mal Milchtee trinken.

Was wir vermissen werden:
- die 25-30 Grad Celsius
- Mofas
- das Essen, den Milchtee und die Nachtmaerkte
- den Rosentee und den Limonensaft aus dem 7 Eleven
- das unbeschreibliche Chaos

Was wir nicht vermissen werden:
- ein Getraenk zu kaufen, von dem man die Aufschrift nicht entziffern kann (Henrik:”Willst du mal probieren, das schmeckt total eklig, ich glaube, da ist Fisch drin!”
- vollgestellte Buegersteige (Autos, Mofas, Muell, Katzen und Hunde, Stuehle, Pflanzen, Verkaufsstaende)
- Western Style Breakfast (das waren immer komische Sandwiches mit suessem Brot, die man fast nicht essen konnte, da war das taiwanische Fruehstueck um Laengen besser)

To be continued – wir sind beide muede und muessen noch packen, sicherlich werden wir viel mehr (nicht) vermissen, aber ich werde den Computer jetzt an Henrik weiterreichen, damit ihr heute noch ein paar nette Fotos zu sehen bekommt. Danke fuers Lesen und Bilderschauen – wir hoffen, ihr hattet ein bisschen Spass. Wenn wir wieder in Deutschland sind, werden wir euch ein letztes Mal mit einer Abschlussbetrachtung belaestigen – es bleibt spannend: mal sehen, ob wir dieses Mal mit den Sitzen im Flugzeug mehr Glueck haben. Vielleicht sollten wir vorher noch zum Flugzeuggott beten…

P.S: Auch das Erdbeben in Hengchun haben wir um genau einen Tag verpasst – alles in allem hatten wir wirklich verdammt viel Glueck – auch mit dem Wetter.

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